Technik, die begeistert. Von Kindesbeinen an:
Unsere Fahrzeuge und Gerätschaften

Eine Feuerwehr besteht aus ihrer Mannschaft und dem technischen Gerät.

Fahrzeuge und Rettungsgeräte auf höchstem, technischen Niveau garantieren die Sicherheit unserer Bürger in jeder Lage, sei es ein Brandeinsatz, ein Verkehrsunfall oder die Beanspruchung von Reanimation und Erster Hilfe.
Ingenieure weltweit arbeiten und entwickeln permanent an neuen Lösungen, um Einsätze für uns so sicher wie möglich zu machen.
Das hierfür nötige Wissen über den täglichen Bedarf des Feuerwehrmannes erhalten sie von der vordersten Front. Von uns.

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16

Fahrzeugdaten:

DIN: 14530 Teil 27
Fahrgestell: Mercedes Atego 14.29
Aufbau: Iveco-Magirus Aufire 3
Leistung: 210 kW (286 PS)
Abgasnorm: Euro 5
Abmessungen (L/B/H): 7,90/2,44/3,20 Meter
Gewicht: 13 Tonnen
Baujahr: 2010
Dienstbeginn in WT: 2010
Einsatzgebiet: Brandbekämpfung/ Technische Hilfeleistung
Besatzung: 1/7
Löschwasser: 1.600 Liter
Schaummittel: 200 Liter
Feuerlöschkreiselpumpe: 2000 l/min bei 10 bar
Schaummittelzumischanlage: Firedos
Schnellangriff: 50 m formstabiler C-Schlauch

HLF

Zum ersten mal in der Geschichte der Feuerwehr München, bekam die Freiwillige Feuerwehr München und die Berufsfeuerwehr München identische Löschfahrzeuge.
Jede Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr verfügt somit mindestens über eines dieser Allzweckwunder.

Das HLF 20/16 ist mit einem 1.600 Liter fassenden Löschwassertank und einem 200-Liter-Schaummitteltank ausgerüstet. Somit kann zum Beispiel über den formstabilen, 50 Meter langen Schnellangriffsschlauch ein unmittelbarer Löschangriff wahlweise mit Wasser oder, oft effektiver, mit Schaum vorgenommen werden. Im Mannschaftsraum können bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle fünf umluftunabhängige Atemschutzgeräte aufgenommen werden. Dadurch können wichtige, lebensrettende Minuten gewonnen werden.

Am Fahrzeugheck ist ein pneumatischer Lichtmast montiert, der über einen tragbaren Stromerzeuger mit 13 kVA Leistung versorgt wird. Die am Fahrzeug angebrachte Umfeldbeleuchtung sorgt für zusätzliche Sicherheit bei Nacht.

Zum Herstellen eines alternativen Rettungswegs an Gebäuden werden tragbare Leitern auf dem Fahrzeugdach mitgeführt. Neben einer Klappleiter ist eine flexibel einsetzbare vierteilige Steckleiter und eine Schiebleiter mit einer Rettungshöhe von 12 Metern vorhanden.

Für die Technische Hilfeleistung (zum Beispiel bei Stürmen und Unwettern) stehen ein Handseilzug, Motor- und Elektrokettensägen, Handsägen, Trennschleifer, Abdeckplanen und Werkzeug zur Verfügung. Abgerundet wird die Ausrüstung für dieses Einsatzspektrum durch einen Elektro-Sauger und eine Tauchpumpe. Zur Sicherung der Mannschaft in großer Höhe sind zwei Gerätesätze „Absturzsicherung“ vorhanden, Gurte, wie man sie aus dem Klettersport kennt.

Seit Indienstnahme wird auf dem HLF eine selbst beschaffte Wärmebildkamera mitgeführt. Damit können während eines Brandeinsatzes Brandnester besser erkannt und Personen in verqualmten Räumen schneller gefunden werden.

Auch für den Bereich der technischen Menschenrettung ist das HLF 20/16 gut gerüstet. Zur Rettung von eingeklemmten Personen (zum Beispiel bei Verkehrsunfällen) steht ein hydraulischer Rettungssatz und Lufthebekissen zur Verfügung.

Ein Sprungretter ist ebenfalls auf dem Fahrzeug verlastet. Es handelt sich hierbei im Prinzip um ein mittels Pressluftflasche aufblasbares Luftkissen, in das zu rettende Personen hineinspringen können.

Zur fachgerechten Rettung und Versorgung von Verletzten stehen eine Krankentrage, ein Spineboard sowie ein Rettungsrucksack und ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) zur Verfügung.

Ja, ich will dieses Fahrzeug fahren!

Ich will Maschinist bei der Freiwilligen Feuerwehr München werden!

Löschgruppenfahrzeug LF 16/12

Fahrzeugdaten:

DIN: 14530 Teil 11
Fahrgestell: MAN
Aufbau: Iveco-Magirus
Leistung: 250 PS
Abmessungen (L/B/H): 7,85/2,50/3,20 Meter
Gewicht: 14 Tonnen
Baujahr: 2003
Dienstbeginn in WT: 2003
Einsatzgebiet: Brandbekämpfung/ Technische Hilfeleistung
Besatzung: 1/8 (Gruppe)
Löschwasser: 1.600 Liter
Schaummittel: 200 Liter
Feuerlöschkreiselpumpe: 2000 l/min bei 10 bar
Schaummittelzumischanlage: Firedos
Schnellangriff: 60 m formstabiler C-Schlauch

LF

Das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 war seit 2003 das erstausrückende Fahrzeug in Waldtrudering. Im Zuge der Indienststellung des HLF 20/16 wurde das Fahrzeug zum Zweit-Fahrzeug.

Es enthält sowohl Schläuche und Armaturen zur Brandbekämpfung, als auch Gerätschaften für umfassende Technische Hilfeleistungen. Abgerundet wird die Ausstattung durch medizinische Ausrüstung und Gerätschaften zur adäquaten Erstversorgung von Notfallpatienten.

Das LF 16/12 ist mit einem 1.600 Liter fassenden Wassertank und einem 200-Liter-Schaummitteltank ausgerüstet. Somit kann zum Beispiel über den formstabilen, 60 Meter langen Schnellangriffsschlauch ein unmittelbarer Löschangriff wahlweise mit Wasser oder – oft effektiver – mit Schaum vorgenommen werden.
Im Mannschaftsraum können bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle drei umluftunabhängige Atemschutzgeräte aufgenommen werden.

Am Fahrzeugheck ist ein pneumatischer Lichtmast montiert, der über einen tragbaren Stromerzeuger mit 13 kVA Leistung versorgt wird.
Die am Fahrzeug angebrachte Umfeldbeleuchtung sorgt für zusätzliche Sicherheit bei Nacht.

Für die Technische Hilfeleistung (zum Beispiel bei Stürmen und Unwettern) stehen ein Handseilzug, Motor- und Elektrokettensägen, Handsägen, Trennschleifer, Abdeckplanen und jede Menge Werkzeug zur Verfügung.
Abgerundet wird die Ausrüstung für dieses Einsatzspektrum durch einen Elektro-Sauger und zwei unterschiedliche Tauchpumpen.
Zur Sicherung der Mannschaft in großer Höhe ist ein Gerätesatz „Absturzsicherung“ vorhanden, ein Gurt, wie man ihn aus dem Klettersport kennt.

Auch für den Bereich der Menschenrettung ist das LF 16/12 gut gerüstet. Zur Rettung von eingeklemmten Personen (zum Beispiel bei Verkehrsunfällen) stehen neben einem hydraulischen Rettungsspreizer und einer hydraulischen Rettungsschere auch ein hydraulischer Rettungszylinder und Lufthebekissen zur Verfügung.
Statt dem altbekannten Sprungtuch führt es einen Sprungretter mit sich. Es handelt sich hierbei im Prinzip um ein mittels Pressluftflasche aufblasbares Luftkissen, in das zu rettende Personen hineinspringen können.
Im Gegensatz zum Sprungtuch werden nicht mehr 16 Mann, sondern nur noch zwei Feuerwehrleute zum Halten benötigt, was eine enorme personelle Entlastung mit sich bringt.

Zur fachgerechten Rettung und Versorgung von Verletzten stehen eine Schaufeltrage sowie Erstversorkungskasten und ein Beatmungskoffer zur Verfügung.

Rüstwagen RW

Fahrzeugdaten:

DIN: 14555-3:2007-05
Fahrgestell: Mercedes Atego
Aufbau: Iveco-Magirus
Leistung: 210 kW (286 PS)
Abgasnorm: Euro 5
Gewicht: 14 Tonnen
Baujahr: 2006
Dienstbeginn in WT: 2013
Einsatzgebiet: Technische Hilfeleistung
Besatzung: 1/2

RW

Seit Mai 2013 ist einer der drei Rüstwägen München´s in Waldtrudering stationiert.

Das Fahrzeug ist ausschließlich für die THL (Technische HilfelLeistung) ausgeglegt, und ist somit mit umfangreichen, technischen Geräten ausgestattet, wie z. B. einem Plasmaschneider, einem Autogenschweißgerät, einem 30 kVA fest eingbauten, einem tragbaren 13kVA Stromgenerator und noch vielen weiteren Dingen.
Eine Seilwinde sowie eine LKW-Plattform zur Rettung aus höher gelegenen Fahrerhäusern runden die Spezial-Ausstattung ab.

Das Fahrzeug ist ein Sonderfahrzeug, es rückt mit der Besatzung 1/2 und hat den Funkrufnamen Waldtrudering 60.1.

Ja, ich will dieses Fahrzeug fahren!

Ich will THL-Fachkraft der Freiwilligen Feuerwehr München werden!

Besondere Geräte von A bis Z

Erste-Hilfe-Ausrüstung

Sprichwörtlich das „Herzstück“ der Erste-Hilfe-Ausrüstung der Feuerwehr Waldtrudering ist der Automatisierte Externe Defibrillator, auch AED genannt. Diese Anschaffung unseres Fördervereins wurde durch Zuschüsse des Bezirksausschusses und Spenden der Waldtruderinger Bevölkerung ermöglicht.

Das Gerät ist so gestaltet, dass sogar Laien es sicher bedienen können. Deswegen soll es in Zukunft in größeren öffentlichen Gebäuden wie bisher bereits Feuerlöscher zum Standard werden.
Heute sind bereits zahlreiche U-Bahn-Stationen, das Kreisverwaltungsreferat und einige Bürogebäude und Einkaufszentren damit ausgestattet.

Während des Herzkammerflimmerns wird der Herzmuskel nicht mit Sauerstoff versorgt und geschädigt. Um das Kammerflimmern frühzeitig zu bekämpfen, wird mit Hilfe des AEDs ein gezielter elektrischer Impuls auf das Herz abgegeben.

Der AED ist ein automatisches Gerät, das selbständig und mit höchster Zuverlässigkeit entscheidet, ob und zu welchem Zeitpunkt ein Stromimpuls abgegeben wird. Die Geräte vom Typ „LIFEPAK® CR Plus“ sind in der Abteilung Waldtrudering dauerhaft auf dem HLF 20/16 verlastet.

Ergänzt wird die Ausrüstung durch einen Beatmungskoffer, der zur Sauerstoffgabe dient, durch einen Halswirbel-Stützkragen „Stiff-Neck“ und einen erweiterten Erstversorgungskoffer.
Die Ausrüstung entspricht nun auch dem „First-Responder„-Konzept, das die Hilfeleistung durch die Feuerwehr bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vorsieht.
Der Umgang mit den Geräten, insbesondere die lebenswichtige Herz-Lungen-Wiederbelebung werden regelmäßig von der gesamten Mannschaft geübt.

Erste-Hilfe
Hydraulischer Rettungssatz

Das Rettungsgerät wird bei Verkehrsunfällen zum Befreien von eingeklemmten und eingeschlossenen Personen eingesetzt. Der Rettungssatz wird auf dem HLF 20/16 mitgeführt.

Der hydraulische Rettungssatz besteht im Wesentlichen aus
dem Hydraulikaggregat, einem Rettungsspreizer, einer Rettungsschere sowie einem Rettungszylinder.
Das tragbare, strombetriebene Hydraulikaggregat stellt einen maximalen Öldruck von 720 bar in den Rettungsgeräten bereit. Die Schläuche sind wegen des starken Öldrucks sehr robust und die Kupplungen einfach zu bedienen. Im Gegensatz zu der Vorgängergeneration mit ihrem Zwei-Schlauch-System muss nun nur noch ein Schlauch pro Gerät gekuppelt werden.

Die Rettungsschere kommt beim Abtrennen von Kraftfahrzeug-Karosserieteilen zum Einsatz. Um verunfallte Personen aus einem Pkw achsengerecht retten zu können, muss gegebenenfalls das Autodach abgenommen werden. Dazu werden A-, B- und C-Säulen eines Fahrzeuges, also die Holme zwischen den Fahrzeugscheiben, durchtrennt.
Das Schneidgerät hat bei einem Eigengewicht von ca. 18 kg eine maximale Schneidkraft von 927 kN (etwa 93 Tonnen).

Der Rettungsspreizer wird sowohl zum Öffnen von deformierten und verklemmten Türen als auch zum Schaffen von Zugangsöffnungen verwendet. Darüber hinaus können damit auch Blechteile mit den Spreizerbacken zusammen gequetscht werden, um Platz zu schaffen. Der Spreizer wiegt ca. 18 kg und hat eine maximale Spreizkraft von 206 kN, was in etwa 21 Tonnen entspricht.
Zusätzlich können mittels eines montierbaren Kettensatzes weiter auseinander liegende Autoteile zusammen- oder auseinandergezogen werden.

Der Rettungszylinder dient zum Auseinanderdrücken von Teilen, insbesondere dann, wenn die Öffnungsweite des Rettungsspreizers nicht ausreicht. Voll ausgefahren ist er ca. 1,3 m lang. Er schafft bei einem Eigengewicht von ca. 17 kg eine maximale Druckkraft von 217 kN, das sind etwa 22 Tonnen.
Um für eine bessere Ausleuchtung der Arbeitsbereiche zu sorgen, haben sowohl der Spreizer als auch die Schere eine in den Griff integrierte batteriebetriebene Beleuchtung. Das Zubehör zum Rettungssatz ist übersichtlich in einer Aluminium-Box verlastet und kann dadurch schnell zur Geräteablage transportiert werden.

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Rettungssäge

Die Rettungssäge durchtrennt sämtliche Materialien. Durch den einstellbaren Kettenschutz ist die Schnitttiefe der Säge fest einzustellen, dadurch ist sehr präzises arbeiten mit dem eistungsstarken Motor möglich. Sie ist nur auf unserem Rüstwagen verlastet.

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Twin Saw

Die Twin Saw ist ähnlich wie ein Trennschleifer, sie besitz jedoch zwei entgegenlaufende Sägeblätter.
Die Säge bleibt dadurch beim sägen sehr stabil und laufruhig. Durch die niedrige Drehzahl bleibt der Funkenflug sehr gering und sie trennt nahezu jedes Material problemlos durch.
Im Griff der Säge ist eine Handpumpe mit Kühlflüssigkeit zur Kühlung der beiden Sägeblätter integriert.

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Überdrucklüfter

Prinzip der Überdruckbelüftung ist die Bildung eines leichten Überdruckes im Gebäude.
Dadurch können durch eine Abluftöffnung, beispielsweise ein Dachfenster, Brandgase und Rauch schnell aus dem betroffenen Gebäude geblasen werden.
Für die im Gebäude befindlichen Personen bleibt so der Fluchtweg rauchfrei, für die vorgehenden Feuerwehrmänner wird die Sicht stark verbessert, und letztlich wird so ein schnelleres und sicheres Absuchen und Vordringen zum Brandherd möglich.
Der benzinbetriebene Lüfter wurde aus Vereinsmitteln beschafft und wird mittlerer Weile auf dem LF 16/12 mitgeführt.

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Wärmebildkamera WBK

Mit der Wärmebildkamera können die im Einsatz in einem Gebäude vorgehenden Feuerwehrleute trotz Rauch und Qualm besser sehen und so lebensrettende Zeit bei der Personensuche sparen.

Das Prinzip der WBK beruht auf der Messung der Infrarotstrahlung und Darstellung auf einem Bildschirm. Je mehr Wärme ein Körper oder Gegenstand abstrahlt, um so heller wird er in der Kamera dargestellt. Aber auch ein geringer Temperaturunterschied, wie der eines Menschen zu dessen Umgebung, reicht bereits aus, um diese Person in einem verrauchten Raumen aufzufinden.

Um die richtige Anwendung der Kamera zu trainieren, ist sie bereits in der Ausbildung ein fester Bestandteil. So lernen die Einsatzkräfte mit dem „Würfelblick“ in kurzer Zeit einen verrauchten Raum mit der Wärmebildkamera zu erkunden.

Zusätzlich bringt die Kamera mehr Sicherheit für die im Rauch vorgehenden Einsatzkräfte, da sie in Notfällen den sicheren Rückzugsweg leichter finden können.

Die Kamera wird ständig auf dem Erstfahrzeug, dem HLF 20/16 mitgeführt und von dem ersten Löschtrupp eingesetzt.

Wie bereits beim Defibrillator wurde die Anschaffung dieses Gerätes erst durch die Spenden zahlreicher Waldtruderinger Bürger und aus Mitteln des Bezirksausschusses möglich.

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Feuerwehr = Mannschaft + Gerät